Symbole

Die Symbole der Taufe Ihr Einsatz und Bedeutung in der Zeremonie

Egal ob es das Taufgewand, die Taufkerze, oder das Taufwasser ist – sie sind fester Bestandteil einer jeden Taufe. Doch welche Bedeutung haben diese Elemente in der Zeremonie? 

Hier finden Sie einige Taufsymbole und ihre Bedeutung.

Die Bestandteile einer Taufe

Die Taufe wird heutzutage häufig als Zeremonie in einer Kirche gefeiert. Als Ausdruck von Dankbarkeit und der Freude über das neue Leben des Kindes singen und beten die Anwesenden. Die Segnung und das Beiwohnen Gottes an der Taufe soll zudem die Familie stärken und den Halt durch Gottes Hand hervorheben. Der Höhepunkt der Taufe ist der Augenblick, indem die Pastorin, oder der Pastor, das gesegnete Wasser aus dem Taufbecken schöpft und es dem Kind über den Kopf träufelt. Unter den Worten „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ ist der Täufling dann in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Die Taufe darf somit als Geschenk und Stärkung für das Leben des Täuflings verstanden werden. Das Empfangen der Taufe steht jedoch nicht nur Säuglinge oder Kinder zu, sondern auch Erwachsenen, die zum christlichen Glauben finden. Dabei spielt das Alter keine Rolle.

Das Kreuz

Während der Taufe zeichnet der Priester mit seinem Finger ein Kreuzzeichen auf die Stirn des Täuflings. Das Kreuz dient als Erkennungszeichen und Zusammenfassung des christlichen Glaubens. In der Zeremonie steht das Kreuz nicht nur für diesen Glauben, sondern ist gleichzeitig auch als erster Willkommensgruß in der Gemeinde zu verstehen. Auch die Eltern und Paten zeichnen sich ein Kreuz auf die Stirn und verdeutlichen damit, dass der Täufling von da an ein Christ wie sie ist.

Das Beträufeln mit Taufwasser

Laut der Bibel wurde Jesus von Johannes getauft. Doch anders als heute, geschah dies nicht über ein Taufbecken, sondern Jesus wurde in den heiligen Fluss Jordan getaucht. Das Wasser spielt bei der Taufe demnach eine sehr entscheidende Rolle: Ohne Wasser kann der Mensch nicht existieren. Wasser fließt und verändert dabei seine Bewegungen – gleich wie der Mensch im Laufe seines Lebens. Das Eintauchen bzw. beträufeln mit Wasser symbolisiert die Reining von Sünden und den Empfang eines neuen Geistes. Bis heute hat sich diese alte Symbolik der Taufe, das Element des Wassers, über die Jahrtausende erhalten.

Die Salbung mit Katechumenenöl (nur auf Wunsch)

Wie auch beim Taufwasser handelt es sich bei dem Tauföl um ein geweihtes Gut, welches in der Karwoche vom Bischof gesegnet wird. Anders als heute, wurden früher damit die Taufbewerber am ganzen Körper eingesalbt. Das Einsalben symbolisiert Gottes schützende Hand, die er über den Täufling hält. Mit dem Öl soll alles Böse von ihm ferngehalten werden und abgleiten, damit dem Täufling niemals Schaden zufügt werden kann. Heutzutage wird das Einsalben nur noch auf Wunsch praktiziert und auch nur kleinere Stellen des Getauften werden eingecremt. Während diesen Teils der Taufe streckt der Priester seine Hände über das Kind aus und betet: „Es stärke dich die Kraft Christi, des Erlösers. Zum Zeichen dafür salben wir dich mit dem Öl des Heiles in Christus, unserem Herrn, der lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.“

Das Taufwort

„Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Mit diesen Worten bestätigt der Pastor, dass der Täufling zu Gott gehört, der ihn auf Ewig lieben und beschützen wird.

Chrisam

Chrisam besteht hauptsächlich aus Olivenöl und wurden früher dazu verwendet Könige und Propheten zu salben. Es galt als Zeichen ihrer Würde und ihres besonderen Amtes. Während der Taufe salbt der Priester den Täufling damit als Zeichen seines hohen Wertes: In Gottes Augen ist er/sie gleichgestellt mit Königen und Propheten. Darüber hinaus gehört der Getaufte durch die Zeremonie zu Jesus Christus. „Christus“ bedeutet übersetzt „der Gesalbte“. Ein Christ ist also ein Gesalbter. Gleichzeitig ist er jedoch auch ein Prophet, denn jeder Christ soll seinen Glauben mit anderen teilen.

Das Taufgewand / das Taufkleid

Das weiße Kleid ist ein Symbol dafür, dass der Täufling durch die Zeremonie neu geschaffen wird. So wie das Taufgewand hell und unbefleckt ist, ist auch der Getaufte ohne Fehler und Schuld. Darüber hinaus soll das Gewand den Täufling schützen und wärmen, so wie es der Glaube tut.

Die Taufkerze

Die Taufkerze symbolisiert das Licht, das mit Jesus in die Welt gekommen ist. Traditionell wird die Taufkerze an der Osterkerze angezündet. Die Osterkerze wiederum soll daran erinnern, dass Jesus durch seine Auferstehung alles Dunkle besiegt hat. Durch die Taufkerze wird das Licht zu dem Neugetauften gebracht. Es zeigt uns: Gott ist das Licht. Der Glaube macht den Lebensweg des Getauften hell. Die Taufkerze kann über die Taufe hinaus ein Begleiter für den Täufling sein: Bei der Erstkommunion, der Firmung, bei der Hochzeit darf sie neu angezündet werden, und auch bei der Beerdigung. Die Kerze soll so wie Gott den Täufling begleiten.